Glutenfreie Ernährung - wer braucht sie?

GF komprimiertWer die Supermarktregale durchforstet, stößt vermehrt auf glutenfreie Produkte. Aber wer benötigt diese wirklich oder ist dies nur ein weiterer Ernährungstrend?

Vorneweg: glutenfreie Ernährung ist KEIN Ernährungstrend, sondern für bestimmte Personen eine absolut notwendige Diätform. Es handelt sich hierbei um an Zöliakie erkrankte Personen. Es handelt sich hierbei um die sogenannte glutensensitive Enteropathie , bei der eine Darmschädigung durch Gluten bzw. Gliadin (Eiweißkörper von Getreidekörnern) aus Weizen,(auch nah verwandter Dinkel, Grünkern, Emmer, Einkorn, Kamut und Triticale) Roggen, Gerste und Hafer auftritt. Unter strikter glutenfreier Diät bilden sich diese Schädigungen wieder zurück.

Mögliche Krankheitszeichen sind bei Kindern Gedeihstörungen, abnorme Stühle sowie verschiedene Mangelerscheinungen. Bei Erwachsenen sind die Symptome oft eher untypisch wie zum Beispiel Blässe, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Blähungen und Bachschmerzen. Aber nicht hinter jedem Bauchschmerz steckt eine mögliche Zöliakie und das vorsorgliche Vermeiden von Gluten kann eine mögliche Diagnosestellung erschweren bzw. sogar unmöglich machen.

Eine sichere Diagnose sollte niemals aufgrund eines positiven Antikörperbefundes im Blut gestellt werden, sondern IMMER durch eine Dünndarmbiopsie abgesichert werden. Alternative Austestungen mittels Kinesiologie oder ähnlichen Methoden ist NICHT geeignet, um eine Zöliakie zu diagnostizieren. Daher gilt: ohne Diagnose KEINE glutenfreie Diät.

Aber welche Alternativen zu den oben genannten Getreiden sind nun glutenfrei? Es sind dies Reis, Mais, Hirse, Teff, Amaranth, Quinoa und Buchweizen. Besonders bei Brot und Gebäck, aber auch bei zahlreichen verarbeiteten Lebensmitteln macht sich die Ernährungsumstellung bei den Betroffenen bemerkbar und ist anfangs nicht immer leicht durchzuführen. Eine umfassende Ernährungsberatung bei einem/einer DiätologIn kann hier gute Hilfe leisten.