Lieblingskuchen - neu gefrönt

Der Hochsommer ist nun wirklich nicht die beste Zeit für trockene Kekse – obwohl: das heutige Wetter würde mich schon ein bisschen zum Kekse-in-den-warmen-Milchkaffee-Tunken verleiten. Statt der Kekse möchte ich aber meinen momentanen Lieblingskuchen von Mutti nachbacken. Natürlich nicht ohne ein paar kleine Veränderungen an der Rezeptur vorzunehmen.

 Mein heutiger Star: Mohn-Topfen-Schnitten

Das herkömmliche Rezept verlangt nach viel Zucker und Fett. Aus diaetologischer Sicht zwar nicht verboten, aber es sollte doch auch anders gehen. Deswegen hab ich mich hingesetzt und ein bisschen an den Zutaten geschraubt.

Auch mein Rezept erfordert zwei verschiedene Teigmassen. Einmal den Mohnteig, der auf das Backblech gestrichen wird. Und dann die Topfenmasse, die gitternetzartig darauf gespritzt am Ende der Backzeit ein hübsches Muster am Blechkuchen ergeben sollte.

Die Zutaten für den Mohnteig:

Für die Zubereitung die Eier trennen. Zuerst Eiweiß mit einer Prise Salz und der Hälfte des Zuckers steif schlagen. Dann Dotter, Zucker, Wasser und Öl schaumig schlagen. Mohn, Mehl und Backpulver vermengen und mit dem Zucchinipüree unter die Dottermasse rühren. Danach Eiweiß unterheben und die Masse auf ein gefettetes und bemehltes Backblech streichen.

Zutaten für die Topfenmasse:

Eier mit Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig schlagen. Topfen, Puddingpulver und Rumaroma unterrühren. Masse in einen Spritzsatz füllen und in Gitterform auf den Mohnteig spritzen.

Im vorgeheizten Backrohr bei 175°C Heißluft 30 Minuten backen.

Erst nach dem Auskühlen genießen!

Fazit zum abgewandelten „Mutti-ich-komm-dich-gerne-besuchen-Kuchen“:

Lecker! Nach drei geschmacklich getesteten Stücken fällt mir im Geschmack selbst kein wesentlicher Unterschied zur herkömmlichen Variante auf. Wie zu erwarten war, fühlt sich die Konsistenz – vor allem die der Topfenmasse – ein wenig verändert an. Dies tut dem Genuss jedoch keinen Abbruch, behält man dabei die bei jedem einzelnen Stück gesparten Kalorien im Hinterkopf. Nichtsdestotrotz freue ich mich auf die nächste Einladung von Mutti…


Hier noch die Nährwertangaben pro Stück (24 Stück pro Blech):
170 kcal – 6,8 g Eiweiß – 7,2 g Fett – 19,4 g Kohlenhydrate
10,8 g Zucker - 1,3 g Ballaststoffe – 1,6 BE

Zum Vergleich liefert ein Stück vom herkömmlichen Kuchen:
253 kcal – 7,1 g Eiweiß – 13,5 g Fett – 25,3 g Kohlenhydrate
17,0 g Zucker - 1,2 g Ballaststoffe – 2,1 BE

Die Ersparnis pro Kuchenstück beträgt somit 83 Kalorien, was natürlich an der verringerten Zucker- und Fettmenge liegt. Sollte es mich heute aufgrund des Wetters noch öfter in Kuchennähe ziehen, wären dies bei 24 Stück insgesamt fast 2000 gesparte Kalorien (neben den circa 4000 verspeisten). Aber wollen wir mal nicht übertreiben…