Die Bedeutung der parenteralen Ernährung in der palliativen Onkologie

Schmidt M., Hütterer E., Fattinger E.

Die steigende Zahl an onkologischen Erkrankungen, welche nicht immer kurativ behandelt werden können, führt zu einer Zunahme von Patienten, die unter bestimmten Umständen parenteral ernährt werden sollten. Jedoch gibt es für den Einsatz diese Form der Ernährung sehr unterschiedliche Empfehlungen.

In dieser Arbeit wurde eine Zusammenfassung erstellt, welche die bestehenden Leitlinien und Empfehlungen für eine parenterale Ernährung in der palliativen Onkologie vergleicht. Darüber hinaus wurden anhand von 5 Patientenfallbeispielen praktische Vorschläge für die Anwendung der parenteralen Ernährung in dieser speziellen Krankheitssituation überprüft. Es waren dies eine Verabreichung der parenteralen Ernährung zur Verbesserung des Allgemeinzustands und der Lebensqualität, das Bewahren des Patienten vor dem Verhungern und der Wunsch des Patienten.

Zusammengefasst gesagt, sollten bei einer Entscheidung für oder gegen eine parenterale Ernährung in der palliativen Onkologie die bestehenden Leitlinien beachtet werden. Zusätzlich empfehlen sich eine Erhebung des Allgemeinzustandes und ein Gespräch zum Ausmaß der Nahrungskarenz als Hilfe für eine Entscheidungsfindung. Ärzte und Diätologen sollten die Entscheidung immer gemeinsam mit dem Patienten treffen. Die Zustimmung durch den Patienten, sowie dessen Kenntnis der Vor- und Nachteile einer parenteralen Ernährung sind Voraussetzung für eine Anwendung in der palliativen Onkologie.

Diese Bakkalaureatsarbeit wurde im Zuge des Studiums Diätologie an der FH JOANNEUM Bad Gleichenberg erstellt.