Bedeutung der Ernährungstherapie im Heilungsprozess der chronischen Wunde. Erstellung eines Konzeptes zur ernährungsmedizinischen Intervention im Krankenhaus Mariazell

Weiglhofer, K., Pail, E., Edlinger, E., Fattinger, E.

Forschungsdesign

Durch eine Literaturrecherche in diversen Datenbanken und Journalen, wurde versucht  die Fragen nach dem Zusammenhang zwischen Mangelernährung und Wundheilung, sowie die momentane Datenlage zur Ernährungstherapie bei chronischen Wunden zu beantworten. Ebenso wurde in Literatur und Leitlinien verschiedener Organisationen recherchiert.

Ergebnisse

Mangelernährung wirkt sich negativ auf die Wundheilung und die Entstehung von chronischen Wunden aus. Es ist wichtig, bei jedem stationären Patienten ein Ernährungsscreening, zur Beurteilung des Ernährungszustandes, durchzuführen. In der Literatur gibt es konkrete Empfehlungen für Energie-, Protein- und Flüssigkeitszufuhr, sowie die ausreichende Versorgung mit  Vitaminen und Mineralstoffen.

Auch die Zufuhr von Arginin und Omega-3-Fettsäuren scheint sich positiv auf die Wundheilung auszuwirken.

Aufgrund der  Ergebnisse dieser Arbeit, wurde im praktischen Teil ein Ernährungskonzept und dafür nötige Unterlagen für das Krankenhaus Mariazell erstellt.

Diskussion

Für die Zufuhr von Energie, Protein und Flüssigkeit gibt es klare Empfehlungen, welche sich auf größere randomisierte Studien beziehen. Auch Arginin und Omega-3-Fettsäuren zeigen in Studien eine positive Wirkung auf die Wundheilung. Die Empfehlungen hierfür beziehen sich zwar häufig auf randomisierte Studien, allerdings mit sehr geringer Teilnehmerzahl. So können für die maximale Dauer der Supplementation, sowie für die Dosis, zum momentanen Zeitpunkt keine klaren Empfehlungen gegeben werden.

Diese Bakkalaureatsarbeit wurde im Zuge des Studiums Diätologie an der FH JOANNEUM Bad Gleichenberg erstellt.